Migration

Kriege, HandelDas Jahr 2025 brachte neue Migrationspolitiken nach Deutschland, die das Zentrum für Migration eng begleitete und mitprägte. Das Zentrum beriet in diesem Jahr die deutsche Bundesregierung sowie Delegierte von 14 Ländern und ordnete migrationspolitische Debatten in Deutschland und der EU regelmäßig für deutsche und internationale Medien ein. Im Mittelpunkt standen die Migrationswende, Rückkehrzentren außerhalb der EU, die Effekte von Grenzkontrollen, die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, die Auswirkungen des Tunesien-Deals wie auch die veränderte Lage in Syrien. Darüber hinaus forschte das Team um Victoria Rietig vor Ort, vor allem in Nordafrika und dem Nahen Osten. Die MENA-Region ist ein zentraler Partner Deutschlands, auch beim Thema Migration. Das Team führte Forschungsreisen in den Libanon, nach Marokko und Tunesien durch und präsentierte die Ergebnisse unter anderem in zwei umfassenden Analysen. Es zog Lektionen für Deutschland aus den Erfahrungen Spaniens und Frankreichs und formulierte fünf Empfehlungen für die Bundesregierung für eine bessere bilaterale Migrationskooperation mit Marokko (April 2026). Das Team erklärte zudem, welche Ziele die EU bisher mit ihren Migrationsdeals in der MENA-Region erreicht hat und welche nicht und gab Handlungsempfehlungen, wie die EU und ihre Mitgliedstaaten zukünftige Migrationsabkommen und ihre Migrationsdiplomatie verbessern kann (Juni 2026). In seiner Veranstaltungsreihe „Migration After Work“ bringt das Zentrum Migrationsakteure aus Wissenschaft und Praxis informell zum Netzwerken zusammen. Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, dem Bundestag, Botschaften, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen treffen sich dazu einmal im Quartal in der DGAP.

Victoria Rietig

Zentrumsleitung

Mai-Linh Ho Dac

Projektmitarbeiterin

Sophie Meiners

Research Fellow

Svenja Niederfranke

Research Fellow

Isabelle Schäfer

Research Fellow