Klima und Außenpolitik

Kriege, Handelskonflikte, Machtverschiebungen – klimapolitische Belange geraten derzeit  in den Hintergrund öffentlicher Aufmerksamkeit. Dabei sind sie – wie Dr. Kira Vinke und ihr Team deutlich machen – immer ein Aspekt der geopolitischen Gesamtlage. Abhängigkeiten werden zum geopolitischen Machtinstrument: Vor diesem Hintergrund untersuchte das Zentrum Deutschlands sich wandelnde Energiepolitik zwischen Krieg und Frieden. Und auch Klimafolgen beeinflussen die Geopolitik und Themen wie Sicherheit und Verteidigung. Extremwetterereignisse bedeuten Herausforderungen für die militärische Einsatzbereitschaft und die Resilienz ziviler Infrastrukturen. Hier sind die Szenarienworkshops des Klimazentrums gefragt, zuletzt im Rahmen eines NATO-Projekts in Kuwait. Im Austausch mit zivilen und militärischen Fachleuten lag der Schwerpunkt auf dem gegenseitigen Lernen und praktischer Anwendung über Fach- und Landesgrenzen hinweg. Klimafolgen erzeugen Migrationsbewegungen, die zugleich Chancen für individuelle Mobilität bieten, um sich veränderten Klimaverhältnissen anzupassen. Dies wurde auf der 30. UNO-Klimakonferenz in Brasilien 2025, an der unser Klimazentrum teilnahm, breit diskutiert. Inmitten geopolitischer Krisen jährte sich der Beschluss des Pariser Klimaabkommens 2025 zum zehnten Mal – Anlass für das Zentrum, eine öffentliche Veranstaltung mit dem Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, auszurichten. Stimmen aus Klimawissenschaft, internationalem Recht und aus Kunst und Kultur unterstrichen dabei die Rolle gesamtgesellschaftlicher Lösungsansätze.

Kira Vinke

Zentrumsleitung

Mechthild Becker

Research Fellow

Loyle Campbell

Research Fellow

Abdullah Fahimi

Research Fellow

Tim Bosch

Research Fellow